Kulturnacht 2017
Eyecatcher

Praxistag

Voraussetzung:
  • Differenzierung und Schwerpunktsetzung nach Klassenstufe 8 bzgl. möglicher Schulabschlüsse an der IGS Rülzheim
  • Anerkennung der Tatsache, dass nicht jede Schülerin, jeder Schüler für eine über Klassenstufe 9 hinausgehende Schullaufbahn geeignet ist, bei gleichzeitiger Aufwertung und Anerkennung wichtiger Fertig- und Fähigkeiten

Ideen / Ziele:
  • Schülerinnen und Schülern wird ein möglicher Einstieg in das Berufsleben nach Klasse 9 erleichtert werden
  • Die Chancen auf einen möglichen Ausbildungsplatz werden erhöht
  • Der Schulalltag wird entzerrt – der Mittwoch ist als ganzjähriger Praxistag festgelegt
  • Schule macht wieder „mehr Spaß“
  • Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Betriebe und Einrichtungen profitieren von dem Praxistag bzgl. ihrer Auswahl an Bewerbern
  • Die positive Außenwirkung der IGS Rülzheim als „aktive Schule“ in der Öffentlichkeit wird gesteigert
  • Verdiente Aufwertung der Berufsreife, samt der daran teilnehmenden Schülerinnen und Schüler
  • Es fällt kein Unterricht aus – Stundentafel wird durch die Teilnahme an der Ganztagsschule voll umfänglich erfüllt.

Vorbereitung des Praxistags:
  • Vorstellung des Praxistages an einem Elterninformationsabend, spätestens nach den Halbjahreszeugnissen des 8. Schuljahres, da zu diesem Zeitpunkt mögliche Schullaufbahn entscheidende Einstufungen in G-, E1- und E2 Kurse vorliegen
  • Anwerben von Betrieben und Einrichtungen seitens der Schule mittels Veröffentlichungen in Printmedien (z. B. Heimatbrief, Rheinpfalz etc. )
  • Interessierte Eltern, Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, sich selbständig und rechtzeitig einen Praktikumsplatz in einem Betrieb / einer Einrichtung zu organisieren, der / die ggf. im darauffolgenden Sommer einen Ausbildungsplatz vorsieht
  • Die Schule berät und hilft ggf. bei der Suche eines Praktikumsplatzes
  • Zu gegebenem Zeitpunkt findet für die teilnehmenden Betriebe / Einrichtungen eine Informationsveranstaltung statt, zu der die betroffenen Eltern und Schüler rechtzeitig eingeladen werden und an der nochmals Fragen zum Ablauf, zur Organisation und zur Rechtssicherheit geklärt werden können

Maßnahmen und Verlauf:
An drei Schultagen zu Beginn des 9-ten Schuljahres sind die Schülerinnen und Schüler ganztägig in der Schule (mindestens 6 Stunden) und werden auf das anstehende ganzjährige Mittwochspraktikum vorbereitet, durch bspw.:

  • Anfertigung von Bewerbungen für die Praxisbetriebe ( kurzes Anschreiben und Lebenslauf )
  • Anfertigung und Vervollständigung eines Praxisordners / Berufswahlordners (enthält Informationen, Tagesberichtsvorlagen, Zeugnisses, Zertifikate etc.)
  • Selbstcheck hinsichtlich persönlicher Fähigkeiten und Kenntnisse
  • Training von Schlüsselqualifikationen, insbesondere Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Leistungsbereitschaft
  • Organisatorisches bei Krankheit, Konflikten, eventuellem Betriebswechsel etc.

Nach der schulischen Einstiegs- bzw. Vorbereitungsphase gehen die Schülerinnen und Schüler eine komplette Arbeitswoche in den Betrieb / die Einrichtung, damit festgestellt werden kann, ob beide „Parteien“, Praktikant und Betrieb / Einrichtung „zueinander passen“, oder ob Handlungsbedarf bzgl. eines Wechsels besteht.

Während dieser Woche besucht der Leiter des Praxistages jede Schülerin und jeden Schüler. Im Anschluss an diese Woche wird der Mittwoch zum ganzjährigen Praxistag ( mit Ausnahme während der Ferien ); dabei besucht der Leiter des Praxistages die Schülerinnen und Schüler in notwendigen Abständen und dokumentiert deren Praktikum mit Fotos. Der Unterricht des Mittwoch entfällt nicht, sondern wird zusammen mit zusätzlichen Übungsstunden auf den Nachmittag gelegt. Eine Schulstunde pro Woche, donnerstags oder freitags dient der Reflexion des jeweils letzten Praxistages.

Nachbereitung ( ca. die letzten zwei „Mittwoche“ ):
  • Der Leiter des Praxistages überprüft und benotet die Ordner auf Vollständigkeit, wie bspw. auf das Vorhandensein der gegengezeichneten Tagesberichte
  • Schülerinnen und Schüler erstellen jeweils ein Plakat, auf dem der Betrieb, der Ausbildungsberuf und die Tätigkeiten mit Hilfe von Informationsmaterial und Fotos dokumentiert werden
  • Planung und Organisation einer Präsentation des Praxistages im Rahmen einer Ausstellung für die jetzigen Achtklässler und deren Eltern, d.h. für die zukünftigen Teilnehmer des nächsten Praxistages

Allgemeines zum Praxistag:
  • Teilnehmende Schülerinnen und Schüler sind versichert, da es sich bei dem ganzjährigen Mittwochspraktikum um eine schulische Veranstaltung an einem außerschulischen Ort handelt
  • Die Teilnahme am Praxistag bedeutet keine Festlegung auf die Berufsreife. Natürlich können bei entsprechenden schulischen Leistungen/ Voraussetzungen andere Schulabschlüsse ins Auge gefasst werden
  • Aufgrund des großen Arbeits- und Organisationsaufwandes arbeitet die Schule in Rülzheim schon viele Jahre erfolgreich mit dem CJD Maximiliansau als außerschulischem Partner zusammen
  • Für das Prinzip des Praxistages spricht die sehr gute Resonanz seitens der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und Betriebe / Einrichtungen, die wir am Schulstandort Rülzheim, nunmehr seit sieben Jahren erfahren haben; zudem konnte die Vermittlung von Ausbildungsverhältnissen für Schülerinnen und Schüler mit Berufsreife deutlich gesteigert werden.



Kooperation mit Wolf Ware